Nachhaltigkeitsbericht 2019
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1. Qualität der Abwasserentsorgung und -reinigung immer sicherstellen

Gewässerschutz als höchstes Gut

Unser Kerngeschäft, die Abwasserreinigung für Bremen und die Region, betreiben wir sicher und umweltgerecht. In zwei modernen Kläranlagen reinigen wir jährlich rund 50 Millionen Kubikmeter Abwasser. Zur Behandlung von verschmutztem Regenwasser aus der Trennkanalisation betreiben wir außerdem eine Vielzahl von Regenklärbecken. Durch den automatisierten und optimierten Betrieb der Pumpwerke, der Steuerbauwerke, Speicherkanäle und Niederschlagsbecken minimieren wir die Mischwasserentlastung in die umliegenden Gewässer.

Zur Qualitätssicherung ist uns außerdem die permanente Kontrolle des Abwasserreinigungsprozesses wichtig. Deshalb beproben und analysieren wir täglich den Ablauf der Kläranlagen in unserem eigenen Labor. Außerdem beteiligen wir uns aktiv an Forschungsprojekten, die sich beispielsweise mit den Herausforderungen für die Abwasserwirtschaft durch Mikroplastik und Spurenstoffen beschäftigen.

Auf der Spur! Studie zu Mikroplastik in der Umwelt

Auf der Spur! Studie zu Mikroplastik in der Umwelt

Als Mikroplastik werden kleine Kunststoff-Teilchen mit einem Durchmesser unter 5 mm bezeichnet. Woher die Teilchen hauptsächlich kommen, welchen Einfluss sie auf die Umwelt haben und wie sie verbreitet werden ist jedoch noch unklar.  Das Forschungsprojekt PLAWES widmet sich dieser Frage.

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Im Detail:

Wir sorgen immer für eine Reinigungsleistung auf höchstem Niveau

In unseren Kläranlagen wird das ankommende Abwasser fast vollständig von seinen umweltbelastenden, festen und gelösten Inhaltsstoffen befreit. Dazu wird es mechanisch und biologisch behandelt. So werden organische Verschmutzungen, Nährstoffe und Feststoffe entfernt. Diese Reststoffe werden dann sicher entsorgt oder nach Möglichkeit weiter verwendet. Am Ende gelangt das gereinigte Abwasser zurück in die Weser.

Wir sorgen für einen störungsfreien Reinigungsprozess

Der Betrieb unserer Pumpwerke und Kläranlagen wird durch eine zentrale Leitwarte überwacht – und zwar rund um die Uhr, das ganze Jahr. Die Anlagen sind weitestgehend automatisiert und mit entsprechender Messtechnik und Meldesystemen ausgestattet. Betriebliche Auffälligkeiten oder Störungen werden tagsüber durch die Betriebsverantwortlichen oder in der Nacht durch die Rufbereitschaft bearbeitet.

Rund um die Uhr! Die hanseWasser Rufbereitschaften

Rund um die Uhr! Die hanseWasser Rufbereitschaften

Störungen und Notfälle kennen keine Tages- und Jahreszeit, kein Wochenende oder Feiertag und treten gerne in der Nacht und bei Wind und Wetter auf. Auch bei hanseWasser sind Kolleg*innen auf Abruf bereit, um bei unvorhersehbaren Situationen und Ereignissen einzugreifen.

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Die Reinigungsleistung unserer Kläranlagen überwachen wir täglich und lückenlos durch die Beprobung des Zulaufs und Ablaufs, die sofort in unserem eigenen Labor kontrolliert werden. Die Ergebnisse werden täglich ausgewertet, sodass bei Auffälligkeiten sofort reagiert werden kann.

Wir halten unsere Entlastungsmengen niedrig

Bei starken Regenfällen ist es in manchen Fällen nicht zu vermeiden, dass Abwasser aus dem Mischsystem, in dem Schmutz- und Regenwasser gemeinsam abfließen, ohne Behandlung in der Kläranlage in naheliegende Gewässer umgeleitet wird. Anderenfalls würde das Wasser unkontrolliert an die Oberfläche treten und zu einer Gefahr für Gebäude und Menschen werden. Durch den optimierten Betrieb unserer Pumpwerke, Steuerbauwerke, Speicherkanäle und Regenbecken wird die Mischwasserentlastung in die Gewässer so gering wie möglich gehalten. In den Regenbecken wird das zu entlastende Mischwasser zudem mechanisch vorgereinigt.

Die maximal zulässigen Entlastungsquoten berücksichtigen die jeweiligen Besondeheiten der Einzugsgebiete, beispielsweise wie hoch der Anteil von Misch- bzw. Trenngebiet ist und welchen Einfluss von Industrie und Gewerbe es gibt. Hierdurch enstehen unterschiedliche Erlaubniswerte für eine mögliche Entlastung. Diese Werte unterschreiten wir darüber hinaus durch unsere eigenen Zielwerte.